Waldkirchner Crocodiles lassen gegen Rosenheim ihr Können aufblitzen

Waldkirchner Crocodiles lassen gegen Rosenheim ihr Können aufblitzen 

Selbst Oberliga-Verteidiger hatten mit Crocodiles-Neuzugang Thomas Vezina (am Puck) ihre liebe Mühe. Der 20jährige Kanadier erzielte das zwischenzeitliche 1:1 und war im Test gegen Rosenheim das schnellste und gefährlichste Krokodil auf dem Eis. −Fotos: Michael Duschl
Selbst Oberliga-Verteidiger hatten mit Crocodiles-Neuzugang Thomas Vezina (am Puck) ihre liebe Mühe. Der 20jährige Kanadier erzielte das zwischenzeitliche 1:1 und war im Test gegen Rosenheim das schnellste und gefährlichste Krokodil auf dem Eis. −Fotos: Michael Duschl

Waldkirchen. Eine Niederlage, die nicht wehtut, sondern Mut macht. Der ESV Waldkirchen hat am Mittwochabend sein letztes Testspiel vor dem Saisonstart in der Eishockey-Landesliga gegen den EV Dingolfing (Sonntag, 17.30Uhr) mit 3:7 verloren. Trainer Benoit Doucet (57) war dennoch „sehr, sehr zufrieden“ mit der Leistung seines Teams gegen Oberligist Starbulls Rosenheim.

Ärgern musste sich der neue Crocodiles-Coach vor 200 Zuschauern in der Karoli-Eishalle lediglich über vier Gegentore in Unterzahl. „Da nehmen wir unnötige Strafen“, kommentierte der Ex-Profi. Diese Überzahlsituationen hat Drittligist Rosenheim effektiv und sehenswert ausgespielt. Auch darüber hinaus zeigten die Gäste teils tolle Kombinationen, so dass sie zwischenzeitlich einen 6:1-Vorsprung herausschießen konnten. „Sie haben vier Reihen und deshalb wussten wir, dass es mit unserem kleinen Kader schwer wird“, bilanzierte Doucet.

Genauso gab es aber Phasen, in denen die zwei Klassen Unterschied weniger zu sehen waren. Der wendige und pfeilschnelle Neuzugang Thomas Vezina düpierte den Gegner zum umjubelten 1:1 (6.), Justin Stiebel (52.) und Mario Pichler (55.) „hübschten“ das Ergebnis mit einem Doppelschlag aus Waldkirchner Sicht auf. Immer wieder Sonderapplaus bekam auch ESV-Goalie Andreas Resch, der unzählige Schüsse auf seinen Kasten reaktionsschnell entschärfte.

Schlussendlich stand eine vertretbare Niederlage auf der Anzeigentafel. „Gegen so einen starken Gegner haben wir die kleinen Fehler, die wir gemacht haben, deutlich gesehen und damit können wir gut weiterarbeiten“, kommentierte Doucet im Hinblick auf den Saisonstart.

Für Marcel Brandt wird Kindheitstraum wahr. Mit der Entwicklung der Spieler sei er „sehr zufrieden“. Die Vorbereitung in Pandemie-Zeiten war schwierig, darum bittet der Wahl-Landshuter um Geduld. Bis Dezember werde die Mannschaft brauchen, um seine Vorstellungen umzusetzen. Darum sehen sich die Crocodiles im ersten Pflichtspiel gegen Dingolfing auch als Außenseiter. Zumal die Fans am Karoli am Sonntag einen aktuellen Nationalspieler zu sehen bekommen: Die Isar Rats haben DEL-Profi Marcel Brandt (28) von den Straubing Tigers ausgeliehen. Er soll bereits heute Abend gegen Bayreuth für seinen Heimatverein auf dem Eis stehen. Benoit Doucet will diese Verpflichtung nicht überbewerten: „Er hat Gott sei Dank nicht die ganze Mannschaft von den Straubing Tigers mitgeschleppt“, meinte der 57-Jährige lachend. Dingolfing sei von vornherein als Titelfavorit gesehen worden „und jetzt spielen wir gegen eine starke Dingolfinger Mannschaft mit Marcel Brandt“. Trainiert werden die Isar Rats von Straubing-Tigers-Legende Billy Trew (46), der die Leihe Brandts einfädelte. Der Nationalspieler ist froh, dass er angesichts der Unsicherheit rund um die DEL-Saison endlich wieder unter Wettkampfbedingungen aufs Eis gehen darf: „Als ich als Kind beim EVD begonnen habe, war es immer ein Traum, mal in der Ersten Mannschaft des EVD zu spielen. Nun wird dieser Kindheitstraum auch noch wahr. Da meine Frau zum zweiten Mal schwanger ist, war es für mich klar, dass ich in der Nähe bleibe. Ich will mit der Mannschaft jedes Spiel gewinnen und das Potenzial ist definitiv vorhanden,“ so der gebürtige Dingolfinger.

Waldkirchen – Rosenheim 3:7 (1:3, 0:2, 2:2) / Tore: 0:1 Curtis Leinweber (1.); 1:1 Thomas Vezina (6.); 1:2 Kilian Steinmann (10.); 1:3 Kyle Gibbons (12.); 1:4 Maximilian Vollmayer (33.); 1:5 Tobias Meier (38.); 1:6 Enrico Henriquez (47.); 2:6 Justin Stiebel (52.); 3:6 Mario Pichler (55.); 3:7 Dominik Daxlberger (57.).

Quelle ( PNP ,Michael Duschl)