Talent aus Kanada schlägt am Karoli auf

Talent aus Kanada schlägt am Karoli auf

ESV Waldkirchen präsentiert zwei weitere Neuzugänge

Vor zwei Jahren sollte er schon verpflichtet werden, nun konnten Matthias Nickolmann (links, sportlicher Leiter) und Vereinschef Matthias Worlitschek Daniel Huber am Karoli begrüßen. Gemeinsam halt das Trio ein Trikot der Starbulls Rosenheim in der Hand. Der Oberligist ist Testspielgegner am 7. Oktober in der Karoli-Eishalle. −Foto: privat
Vor zwei Jahren sollte er schon verpflichtet werden, nun konnten Matthias Nickolmann (links, sportlicher Leiter) und Vereinschef Matthias Worlitschek Daniel Huber am Karoli begrüßen. Gemeinsam halt das Trio ein Trikot der Starbulls Rosenheim in der Hand. Der Oberligist ist Testspielgegner am 7. Oktober in der Karoli-Eishalle. −Foto: privat

Einmal mehr für Aufsehen sorgen die Planungen des Eishockey-Landesligisten ESV Waldkirchen. Der neue sportliche Leiter Matthias Nickolmann hat zwei weitere Spieler verpflichtet, wie er gestern der Heimatzeitung erzählte. Neben Daniel Huber (31) vom Bezirksligisten ERC Regen kommt ein Talent aus Kanada an den Karoli: Thomas Vézina (20) will sich über die Station Waldkirchen im deutschen Eishockey einen Namen machen.

Mittlerweile dürfte es in allen Ecken Bayerns angekommen sein: Die Crocodiles haben in der Saison 20/21 viel vor und der neue Trainer Benoit Doucet – dreimaliger DEL-Champion – lässt im Interview mit Eishockey News anklingen, dass er am liebsten jedes Spiel gewinnt, sagte der 57-Jährige. Erstes Ziel ist, die Abstiegsrunde – wie im Vorjahr – zu vermeiden und in die Playoffs einzuziehen. „Was darüber hinaus möglich ist, werden wir sehen“, sagt Nickolmann. Vézina passe perfekt ins System. Der 1,73 Meter große Stürmer sei extrem „quirlig, läuferisch wie technisch eins A“ und: „Benoit ist total überzeugt von ihm“, berichtete Nickolmann. Doucet kenne den Vater des 20-Jährigen, der ebenfalls ein guter Eishockeyspieler war. Für Vézina könne der ESV Waldkirchen ein Sprungbrett in höhere Ligen werden, vermutet Nickolmann. Zunächst muss er sich freilich fern der Heimat zurechtfinden und im deutschen Eishockey die Erwartungen erfüllen.

Jan Bojer bleibt – neue Eiszeit fürs TrainingBereits festgespielt auf bayerischem Eis hat sich dagegen Daniel Huber. Der 31-Jährige lief jahrelang im Trikot des Bayernligisten EHF Passau auf, zuletzt stürmte er zwei Spielzeiten für die Regener Red Dragons. Huber wäre beinahe bereits vor zwei Jahren nach Waldkirchen gewechselt, damals kam eine Verpflichtung nicht zustande, nun passt es für beide Seiten. Außerdem ist eine von zwei geplanten Kontingentstellen bereits besetzt: Jan Bojer wird weiterhin für die Crocodiles auf Torejagd gehen. Der 31-Jährige, der in der zurückliegenden Saison 36 Scorerpunkte sammelte, wird voraussichtlich der einzige Tscheche im Team sein. „Wir können die Liga rocken“, sagt Nickolmann erwartungsvoll und im Hinblick auf kritische Stimmen, die er in Internetforen vernommen hat. „Der Kader ist noch nicht gut genug“, sei dort zu lesen gewesen. Der sportliche Leiter ist jedoch überzeugt: Schon jetzt habe man die Qualität und Quantität um die Playoff-Ränge mitzuspielen.

Dazu gehört mehr als die Kaderplanung, betont Nickolmann. Man habe in den vergangenen Wochen bei der Stadt vorgesprochen, um veränderte Eiszeiten in der Karoli-Halle zu bekommen. Nachdem man sich mit den Eisstockschützen einigte, kann der ESV künftig statt Montag- am Dienstagabend sein erstes Training durchführen. „Das war für uns ein wichtiger Schritt, weil wir dadurch noch professioneller arbeiten können“, merkt Nickolmann an, der in diesem Zusammenhang dem 2. Bürgermeister der Stadt, Christian Zarda, dankt: „Er hat sich sehr für uns eingesetzt.“ Unverändert bleibt dagegen die zweite Einheit der Woche (Mittwoch).

Vor einer Woche haben sich die Spieler und ihr neuer Trainer erstmals getroffen und dabei wurden individuelle Trainingspläne verteilt. „Alle sind jetzt fleißig am Trainieren“, sagt Nickolmann. Am 12. September sollen Coach Doucet und das Team erstmals gemeinsam auf dem Eis stehen. Ab Oktober gibt es dann Eis in Waldkirchen. Pünktlich zum ersten Testspiel (7. Oktober gegen Oberligist Rosenheim).− midÜbrigens ist inzwischen auch der Vorverkauf von Dauerkarten und Tickets für das Duell mit den Starbulls angelaufen.