Crocodiles schnappen sich Goalie Andreas Resch

Crocodiles schnappen sich Goalie Andreas Resch

Eishockey: 22-Jähriger von den Black Hawks verpflichtet – Comeback von Dominik Barz – Testspiel gegen Oberligist Rosenheim

Waldkirchen. Neues Logo, neuer Torhüter und ein attraktiver Testspielgegner: Die neue Führung des Eishockey-Landesligisten werkelt weiterhin fleißig für den Neuanfang im Herbst dieses Jahres. Wie der neue sportliche Leiter Matthias Nickolmann mitteilt, wechselt Goalie Andreas Resch (22) vom künftigen Oberligisten EHF Passau an den Karoli.

Goalie mit Bayernliga-Erfahrung: Andreas Resch, ein künftiges "Krokodil". −Foto: stock4press
Goalie mit Bayernliga-Erfahrung: Andreas Resch, ein künftiges „Krokodil“. −Foto: stock4press

Seit 2017 stand Resch bei den Black Hawks in Landes- und Bayernliga zwischen den Pfosten. Allerdings nicht so oft wie gewünscht, denn an der Nummer 1 Clemens Ritschel kam der gebürtige Vilshofener nicht vorbei. „Bei uns wird er sicherlich mehr Eiszeiten bekommen als in Passau“, vermutet Nickolmann. Damit sind die Waldkirchner nun mit drei Torhütern ausgestattet und der Kaderplaner kann hinter diese Position einen Haken setzen, weil neben Resch mit Matthias Huber (19) vom ESC Vilshofen und dem bisherigen Keeper Christoph Vierlinger (25) drei Männer um den Platz im Tor „streiten“. Tobias Lienig dagegen verabschiedet sich, Ziel unbekannt.

Neben der Verkündigung des dritten Neuzugangs (Resch) vermeldet Matthias Nickolmann eine Reihe Vertragsverlängerungen. So bleiben unter anderem die Verteidiger Tim Hirtreiter, Dominik Duschl oder die Gebrüder Fastenmeier. Außerdem – und das ist durchaus eine Überraschung: Dominik Barz kehrt zurück auf das Eis. Der 34-Jährige hatte sich im Laufe der zurückliegenden Saison aus privaten und beruflichen Gründen zurückgezogen, möchte aber laut Nickolmann im neuen Team nicht fehlen. „Er hat wieder Lust, voll dabei zu sein. Das finde ich genial“, frohlockt der sportliche Leiter.

Damit sind die Planungen am Team lange nicht abgeschlossen. Zwei weitere Neuzugänge will Nickolmann nächste Woche bekanntgeben. Die Crocodiles möchten vorerst nicht alle Kaderplätze besetzen, da sich im Laufe des Jahres mutmaßlich noch etwas ergeben werde. „Wir wollen flexibel sein“, der ein oder andere externe Spieler habe angefragt und würde gerne unter dem früheren DEL-Spieler und künftigen Coach Benoit Doucet (57) spielen, verrät der sportliche Leiter.

Unabhängig davon hat sich der Verein entschlossen, die Verträge mit ausländischen Spielern nicht zu verlängern. So werden Vladimir Skoda, Robert Vavroch & Co. künftig nicht mehr im gelben oder grünen Trikot des ESV auflaufen. „Wir bedanken uns für die Unterstützung und lange, gemeinsame Zeit“, sagt Nickolmann zum Paradigmenwechsel. Lediglich mit einem Tschechen (Jan Bojer) stehen er und Walter Moser noch in Kontakt.

Am 24. Juli werden die Spieler zu einem ersten Treffen am Golfplatz zusammenkommen, wo sie der Trainer Doucet mit Trainingsplänen versorgen will. Schlussendlich, so die Vorstellung der neuen Vereinsführung, sollen drei komplette Reihen im Herbst den Angriff auf die etablierten Landesligisten aufnehmen. „Wir wollen uns weiterhin punktuell verstärken und Ben wird jeden Spieler weiterbringen“, betont Nickolmann, der überdies auch erste Reaktionen von den Fans der Crocodiles erhalten hat.

Sowohl vonseiten der Sponsoren als auch der Anhänger seien „wahnsinnig positive Rückmeldungen“ zu vernehmen. Auch für das neue Logo, das ab sofort den „Verein mit Biss“ repräsentiert. Die Verantwortlichen um Vorstand Matthias Worlitschek arbeiten am Aufbau „sauberer Strukturen“ für die Zukunft und wollen Spieler wie Zuschauer in die Karoli-Eishalle locken. Unter anderem mit bemerkenswerten Testspielgegnern. So wird Oberligist Starbulls Rosenheim am 7. Oktober zu einem Vorbereitungsspiel nach Waldkirchen kommen. „Eigentlich fahren die Starbulls nicht zum Testen zu einem Landesligisten, aber ich kenne Vorstand Marcus Thaller lange und konnte ihn überzeugen zu einem schönen Event nach Waldkirchen zu kommen“, sagt Nickolmann, der angibt, dass es für dieses Vorbereitungsspiel bald Tickets im Vorverkauf geben wird.

Geplanter Saisonstart ist 16. Oktober, sofern es die Beschränkungen um das Coronavirus zulassen. „Wir bereiten uns auf dieses Datum vor, und wenn es dann vielleicht etwas später wird, dann haben wir weitere Trainingszeiten“, kommentiert Nickolmann gelassen. Mit Eiszeiten in Deggendorf, Straubing und Passau wolle man dem künftigen Kader und neuen Trainer möglichst gute Bedingungen bieten.

Korrektur: Am 27. Mai hatten wir erstmals über die neue Vereinsspitze beim ESV Waldkirchen berichtet und dabei fälscherweise erwähnt, dass der sportliche Leiter Matthias Nickolmann eine Eishockey-Vergangenheit in Landshut hat. Das ist falsch. Richtig muss es heißen, dass der neue Vereinschef Matthias Worlitschek früher für den EV Landshut als Schiedsrichter Spiele leitete.

Quelle ( PNP)