Vereinstermine
Mai 2012
Mo Di Mi Do Fr Sa So
30 1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31 1 2 3
Anmeldung



Start Archiv Ca. 1.300 Zuschauer sehen Derby in Passau

Ca. 1.300 Zuschauer sehen Derby in Passau

Ja, das war schon irgendwie ein richtig schöner Eishockey-Abend in der Passauer Eis-Arena. Wenn man vor 1.300 Zuschauern einläuft und dabei schon spürt, dass davon 1.299 Besucher mit einer zweistelligen Niederlage der Waldkirchner rechnen, dann mischt sich zu dem für uns Waldler typischen „patriotischen Märtyrertum“ (siehe Stadionheft der Passauer) auch eine gesunde Portion Trotz und Eigensinnigkeit.

Glänzend eingestellt von unserem Coach, Josef Wachtveitl (er war übrigens der eine „Zuschauer“, der einen Punktgewinn für uns fest einkalkulierte...), betraten wir also die nagelneue Eishalle in Kohlbruck, mit dem Vorsatz, dass jedes verhinderte Tor ein toller Erfolg für uns ist. Kurz: es ging mal wieder um Schadensbegrenzung.

Und so kam es, dass wir - begleitet von ca. 200 Waldkirchner Eishockeyfans – den Passauer Spielfluss zerstörten und aus einer nervenzermürbenden Defensive heraus unser Heil in schnellen Kontern suchten. Und das gelang uns sogar noch besser als schon in Dachau oder am 2. Weihnachtsfeiertag daheim gegen die Black-Hawks.

Nach einem 3:0-Rückstand nach zwei Spieldritteln konnten wir mit unseren zwei Sturmreihen das letzte Drittel gegen die Passauer gar mit 3:2 für uns entscheiden und die Stimmung unter den Crocodiles-Anhängern war phantastisch.

Assisitiert von Thomas Eisner, war es Ralph Heinrich, der den Torwart der Passauer zum ersten Mal überlistete, ehe Uli Müller auf Zuspiel von Philip Atzinger den viel umjubelten 2:4-Anschlußtreffer erzielte. Schade war dann nur, das die Passauer schnell wieder auf 5:2 davonzogen, ehe Klaus Müller seinen Bruder Uli nochmals auf die Reise schickte und dieser mit seinem zweiten Treffer den 3:5-Endstand herstellte.

Wie schon angesprochen, sorgten in der Eishalle zu Kohlbruck dann überwiegend die Waldler (sorry: und natürlich ein Passauer Megaphon) für Stimmung und die Crocodiles feierten nach dem Spiel mit ihren Fans die knappe Niederlage wesentlich ausgelassener als die Passauer ihre zwei Punkte.

Wirklich bemerkenswert war diesmal auch die Fairness auf beiden Seiten. An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an die Passauer Verantwortlichen für die „Revanche“ beim anschließenden Pizza-Essen. Ausdrücklich hervorzuheben ist dabei der Kapitän der Passauer, Heinze Binner, der uns noch eine Flasche „Grappa“ spendierte.

Die Drittelergebnisse im Überblick (aus Sicht der Crocodiles): 0:1 0:2 3:2

Unsere Torschützen: 2x Uli Müller, Ralph Heinrich

Fazit: In beiden Derbys haben wir uns wesentlich besser "verkauft" als von allen Beteiligten angenommen und die Höhe der Niederlagen konnte jeweils in Grenzen gehalten werden. Gegen die spielerisch und technisch wirklich sehr starken Passauer konnten wir in jedem Fall zweimal kämpferisch überzeugen (und auch hier hatten wir wieder sichtlich Spass am Eishockey und einen grandiosen Teamgeist).

Für all diejenigen, welche lediglich die „schlechten“ Passauer Leistungen für die Ergebnisse verantwortlich machen, hab ich jedoch noch eine Message: „Der Gegner ist immer nur so stark, wie man es zulässt...“ –> darüber sollte man mal nachdenken